
ANDREAS SUCIU
Musik im Blut und Technik im Herzen.
Schon als Kind baute Andreas eigene Lautsprecher. Aus alten Radios, Treibern und selbst gebauten Gehäusen wurde eine Leidenschaft, die ihn bis ins Elektrotechnikstudium begleitete.
Ein Praxissemester bei einem PA-Hersteller und eine Diplomarbeit in der High-End-Entwicklung machten daraus seinen Beruf. Bis heute verbindet er die technische Entwicklung mit dem persönlichen, handwerklichen Blick auf Musik.
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ANDREAS SUCIU / IN EIGENEN WORTEN
Wenn ich an meine Kindheit denke, höre ich zuerst Musik. Meine Anlage lief praktisch ohne Pause – Michael Jackson, Phil Collins, was immer gerade aufzutreiben war. Schon damals wusste ich: Musik bedeutet Emotion, Nähe, Leben.
Mit zwölf kam das Basteln dazu. Alte Radios, ausrangierte Fernseher, Treiber in allen Formen – oval, rund, Horn – alles wurde ausgeschlachtet und in neue Gehäuse eingebaut. Mein Kinderzimmer glich bald eher einer Testkammer: Drei, vier Lautsprecherpaare gleichzeitig in Betrieb, überall stapelten sich Boxen. Meine Eltern und Nachbarn hatten wenig Freude daran, ich dafür umso mehr.
Eine Erinnerung begleitet mich bis heute: 1997, die Beerdigung von Lady Diana läuft im Fernsehen. Meine Mutter sitzt weinend davor. Und ich? Sitze mit meinem Vater am Küchentisch und wir bauen zusammen ein Paar 2-Wege-Lautsprecher. Für mich war das ein besonderer Moment – Klang erschaffen, während die Welt draußen stillstand.
Später während des Elektrotechnikstudiums entschied ich mich bewusst für diesen Weg: Praxissemester bei einem PA-Hersteller, Diplomarbeit in der High-End-Entwicklung, unzählige durchgebrannte Treiber und noch mehr Aha-Momente. Ich lernte, dass Lautsprecher nicht nur aus Elektronik bestehen, sondern aus Materialien, Mechanik, Erfahrung – und aus unzähligen Hörstunden, bis alles stimmt.
Heute entwickle ich beruflich Lautsprecher – und dennoch fühlt es sich immer noch so an wie damals am Küchentisch mit meinem Vater: persönlich, handwerklich, voller Leidenschaft.

